Verschärfte Corona-Regeln – was gilt in Hofladen und Hofcafé?

BU: Angesichts steigender Corona-Zahlen rückt die 2G-Regel in den Fokus. Nur noch geimpfte und genesene Personen könnten ins Hofcafé. Foto: stockadobe/biehlmeierfotografie

12.11.2021 . Die Corona-Zahlen steigen rasant und die Bundesländer reagieren darauf mit unterschiedlichen Maßnahmen.

Leider gibt es keine bundeseinheitlichen Regelungen, Hofladen- und Hofcafébetreiber sollte sich daher über die aktuellen Regelungen in ihrem Bundesland auf dem Laufenden halten – online oder per Newsletter. Erster Ansprechpartner zu den regional geltenden Hygienemaßnahmen sind die Gesundheitsämter.

2G, 3G, 3G+

Für bestimmte Orte und Veranstaltungen wird eine Verschärfung der G-Regeln diskutiert bzw. ist schon beschlossen oder möglich. Was verbirgt sich dahinter:

3G – Zugang nur für vollständig Geimpfte, Genesene und negativ getestete Personen. Je nach Bundesland darf der Test höchsten 24 oder 48 Stunden her sein.

3G+ – Zugang nur für vollständig Geimpfte, Genesene und getestete Personen mit einem negativen PCR-Test. Auch hier darf der Test je nach Bundesland höchstens 24 oder 48 Stunden alt sein.

2G – Zugang nur für vollständig Geimpfte und Genesene

Die Nachweise sind nur im Zusammenhang mit einem Ausweisdokument gültig.

Was gilt im Hofladen?

Hofläden und Wochenmärkte zählen zu den Grundversorgern und sind von 2G- oder 3G-Regeln nicht betroffen. Für Kunden und Personal ändert sich also erst mal nichts. Die Hygieneregeln wie Maskenpflicht - auf jeden Fall medizinische, evtl FFP-2-Masken, Hände desinfizieren, Abstand und Begrenzung der Kundenzahl pro m2 bleiben bestehen. In Hessen und Niedersachsen dürften Lebensmittelhändler die 2G-Regel anwenden. Große Supermarktketten haben aber bereits angekündigt, darauf zu verzichten. Sie ist auch fast nicht zu kontrollieren.

Zum Schutz ihrer Kunden und Mitarbeiter können Hofläden wieder vermehrt auf Vorbestellungen und Lieferservice setzen, weil das die Verweildauer im Geschäft und Kontakte reduziert. Hier gibt es digitale Lösungen z. B. für click and collect oder Lieferportale. Kontaktlose Zahlverfahren, Selbstbedienungskonzepte und Automaten sorgen ebenfalls für weniger Kontakte. Aber das ist natürlich immer ein Spagat zwischen Kundenbindung und Schutz der Kunden und Mitarbeiter. Viele Kunden kommen gerade wegen der persönlichen Ansprache in den Hofladen.

…und was im Hofcafé?

In der Hofgastronomie gelten strengere Corona-Maßnahmen als im Lebensmittelhandel, denn sie zählen nicht zu den Grundversorgern. Im Innenbereich gilt fast überall 3G. Die Einhaltung müssen sie als Betreiber überprüfen.

·        In vielen Bundesländern können gastronomische Betriebe von sich aus auf 2G setzen, derzeit in Hamburg, Berlin, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Hessen, Schleswig-Holstein, Thüringen

·        In Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen greift eine harte 2G-Regel, je nach Auslastung der Intensivbetten.

·        In Nordrhein-Westfalen können Landkreise und Städte darüber entscheiden, ob in ihrem Gebiet 2G gilt.

Da sich auch hier die Regelungen ständig ändern, empfiehlt sich ein Blick auf die Seite des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes. Die DEHOGA stellt regelmäßig aktualisierte Übersichten bereit. www.dehoga-corona.de/auflagen-praxishilfen/verordnungen-der-bundeslaender/

Regelungen für Mitarbeiter

Es gibt keine Impfpflicht für Mitarbeiter in Hofladen und Hofcafé. Die Politik diskutiert aktuell eine generelle 3G-Pflicht am Arbeitsplatz. Es gibt aber noch keine Details. Schon jetzt sind Arbeitgeber verpflichtet, ihren Mitarbeitern zweimal pro Woche einen kostenlosen Corona-Test anzubieten (siehe HOFdirekt Ausgabe 6/21, Seite 56 „Wie weiter mit der Testpflicht?“).

Diese Informationen sind nach bestem Wissen und Gewissen zusammengetragen, Stand 12. November 2021. Bitte informieren Sie sich aktuell bei Ihren zuständigen Stellen.

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