FH-Absolventin entwickelt Lebensmittel-Lagersystem

Das Aufbewahrungssystem umfasst insgesamt vier Module. Hier zu sehen sind die Module für Eier, Fruchtgemüse und Kartoffeln. Foto: FH Münster/Pressestelle

13.02.2017 . In ihrer Bachelorarbeit im Schwerpunkt Produktdesign entwickelte Joana Schmitz ein Aufbewahrungssystem, in dem Gemüse und Eier außerhalb des Kühlschranks richtig gelagert werden.

„Bewusst wie“ hat die Studentin das Aufbewahrungssystem getauft.

Impulsgeberin für die Arbeit war ihre Großmutter. Diese legte zum Beispiel zu den Kartoffeln, die dunkel und trocken in einer Kiste lagerten, einen Apfel dazu. Dadurch keimten die Kartoffeln nicht so schnell hielten länger.

Aufbewahrung mit Pfiff

Joana Schmitz startete mehrere Versuchsreihen unter wissenschaftlichen Bedingungen: Sie lagerte Kartoffeln mal mit einem Apfel, mal ohne. Und tatsächlich: Die Kartoffeln fingen fünf Tage später an zu keimen, wenn ein Apfel dabei war. Das Reifehormon Ethen, das Äpfel in ihre Umgebung abgeben, verzögert die Keimung der Kartoffeln.

Die junge Frau recherchierte wertete die Ergebnisse aus. Anschließend baute sie Modelle: Zunächst eine Kiste aus regionalem Ahorn für Kartoffeln und Zwiebeln, dazu einen Deckel aus Kork mit kleinen Löchern, durch die das Ethen der Äpfel in die Kiste strömen konnte.

Ein Modul für Eier, eines für Fruchtgemüse wie Paprika und Zucchini sowie eines für aufrecht wachsendes Gemüse kamen hinzu. Ganz überrascht war sie davon, dass aufrecht gewachsenes Gemüse auch stehend gelagert werden sollte. „Liegen etwa Karotten und Spargel waagerecht, verlieren sie mehr Energie, weil sie in die aufrechte Position zurückstreben.“

Schmitz wünscht sich, dass ihr Aufbewahrungssystem „Bewusst wie“ in Serie produziert wird. FH Münster/kr

15°C