Eis oder Eiscreme?

Fruchteis muss laut Deutschem Lebensmittelbuch mindestens 20 % Fruchtanteil enthalten. Foto: B. Lütke Hockenbeck

07.08.2018 . Umso heißer die Temperaturen, desto größer die Lust auf ein kühles Eis. Verbraucher haben dabei eine große Auswahl von Sorbet bis Eiscreme, von der Kugel an der Eisdiele bis zum Fertigeis aus der Tiefkühltruhe.

Eis wird nicht nur mit Milch oder Sahne hergestellt. Ein Blick aufs Eisetikett zeigt, dass in immer mehr Eissorten Pflanzenfett verwendet wird. Je nach verwendeter Fettquelle müssen Eissorten unterschiedlich bezeichnet werden.

Bei Speiseeis, das ausschließlich unter Verwendung von Milchfett hergestellt wird, unterscheidet man folgende Kategorien.

  • Cremeeis: mindestens 50 % Milch und auf einen Liter Milch mindestens 270 g Vollei oder 90 g Eigelb
  • Rahm- oder Sahneeis: 18 % Milchfett aus der verwendeten Sahne

  • Milcheis: mindestens 70 % Milch
  •  Eiscreme: mindestens 10 % Milchfett
  • Fruchteiscreme: mindestens 8 % Milchfett

Dies ist in den Leitsätzen des deutschen Lebensmittelbuches festgelegt. 

Wird neben Milchfett auch (oder nur) Pflanzenfett verwendet, darf das Produkt nur als „Eis“ bezeichnet werden.Bei Sorbet kommen weder Milch noch Milchanteile zum Einsatz. Dieses Eis ist daher auch für Veganer oder Menschen mit einer Laktoseintoleranz geeignet.

Auch der Fruchtanteil ist in den Leitsätzen festgelegt. Bei Fruchteiscreme ist ein deutlicher Fruchtgeschmack erforderlich.

Bei Fruchteis muss der Anteil an Frucht mindestens 20 % betragen, bei Zitrus- und anderen sauren Früchten mindestens 10 %. Bei Sorbet beträgt der Anteil an Frucht mindestens 25 %, bei Zitrus- und anderen sauren Früchten mindestens 15 %.

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