Auf die Beeren, fertig, los

Andenbeeren lassen sich auch hierzulande kultivieren und im Hofladen verkaufen. Foto: Kiepenkerl

03.07.2018 . Obst oder Gemüse, was nicht jeder kennt, ist für Kunden in der Direktvermarktung häufig gerade interessant. Zeigen Sie Ihren Kunden zur Abwechslung mal diese Beeren.

Jostabeere

Die Jostabeere ist – wie ihr Name schon verrät – eine Kreuzung aus Johannis- und Stachelbeere. Äußerlich ähneln die tiefschwarzen Jostabeeren den Johannisbeeren. Nur sind sie sehr viel größer.

Der Geschmack der Früchte wird häufig als einzigartig beschrieben. Sie schmecken leicht süß, aber auch etwas säuerlich. Im reifen Zustand ist das Aroma der schwarzen Johannisbeere gut zu erkennen.

Da die Frucht auch vollreif noch fest am Strauch hängt, ist sie für die maschinelle Ernte nicht geeignet. Im Handel ist sie daher kaum erhältlich. Direktvermarkter können die ungewöhnliche Beere in kleinen Verpackungen oder hübschen Schalen als Delikatesse verkaufen.

Stachelbeere

Überraschenderweise sind Stachelbeeren noch immer ein Geheimtipp. Viele trauen sich an die haarigen, grünen Beeren nicht heran. Dabei stechen Stachelbeeren durch viele besondere Eigenschaften unter den Beeren heraus.

Im Unterschied zu allen anderen Beeren können Stachelbeeren unreif gepflückt werden, da sie nachreifen. Das hat den Vorteil, dass sich die Beeren länger lagern lassen als im reifen Zustand.

Je nach Verwendung bietet es sich an, die unreifen Früchte direkt weiterzuverarbeiten. Die festeren Beeren mit saurem Geschmack werden eingemacht oder für Marmeladen und Kuchen verwendet. Reif schmecken die Früchte süß-säuerlich. Dann sind sie auch roh sehr beliebt.

Johannisbeeren

Die kugeligen, bunten Früchte haben es in sich. Johannisbeeren gibt es in verschiedenen Farben. Im erwerbsmäßigen Anbau haben meist nur die roten und schwarzen Sorten eine Bedeutung. Bei den weißen Sorten fällt weniger Fruchtfleisch an. Dafür schmecken sie besonders süß.

Da schwarze Johannisbeeren leicht säuerlich und etwas herb schmecken, eignen sie sich gut zur Weiterverarbeitung, zu süßem Kuchen, Desserts, Marmeladen oder Kompott.


Aber auch zu Herzhaftem machen Johannisbeeren eine gute Figur. Chutneys und Soßen aus Johannisbeeren geben Geflügel und Wild eine fruchtige Note. Zum Rohverzehr werden meist die roten, etwas milderen Johannisbeeren bevorzugt.

Andenbeere

Die leuchtend orangefarbenen Früchte in pergamentartiger Hülle sind ein Blickfang für Ihre Kunden, zu Hause oder im Hofladen. Die Frucht, auch unter dem Namen Physalis oder Kapstachelbeere bekannt, kommt ursprünglich aus Südafrika, wird inzwischen aber auch hierzulande kultiviert. Die süßlichen Früchte mit der lampionartigen Hülle erfreuen sich immer größerer Beliebtheit.

Im Supermarkt ist die Kapstachelbeere häufig nur zu sehr hohen Preisen zu haben. Als Direktvermarkter können Sie die Beeren aus Ihrem eigenen Obstgarten zum Verkauf anbieten. Die Frucht bietet sich für Dekorationsbeispiele im Hofladen an.

Aber nicht nur als Deko, auch geschmacklich kann die Beere überzeugen: Die meisten essen die Andenbeere als frische Frucht, aber auch im Obstsalat, in Kuchen, Joghurt oder Müsli schmeckt die Andenbeere. Ein Geheimtipp ist die schöne Beere mit feiner Schokolade überzogen zum Schokoladenfondue.

 

 

 

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