25 Jahre beste Qualität

Sorgfalt und ausreichend Zeit ist das Geheimrezept des Bäckers Josef Eder, der sich auf der Ab Hof in Wieselburg präsentiert. Foto: Burgstaller

25.03.2019 . Mit rund 33000 Besuchern beging die Ab Hof Messe in Wieselburg ihr 25-jähriges Jubiläum. Die Leitmesse für bäuerliche Direktvermarkter überzeugte mit Produkten bester Qualität.

 „Wir verkaufen nicht nur das Produkt, sondern auch die Geschichte dahinter“, erklärt Bernhard Hauer die Ab Hof Messe in einem Satz. Als Heurigen Besitzer ist diese Veranstaltung für ihn unverzichtbar. Hier holt er sich einerseits neue Ideen von Kollegen, andererseits klärt er selbst am Stand der Mostbarone Interessenten über die Schnapsbrennerei auf.  

Neben ihm präsentierten sich 273 weitere Aussteller. Etwa 20 Prozent der Aussteller reisten laut Messedirektor Werner Roher sogar aus dem Ausland an. Die Firmen aus Deutschland, Ungarn, Holland, Tschechien, Kroatien, Slowakei und Italien bildeten gemeinsam mit den österreichischen Ständen eine internationale Fülle an Aussteller. 

Auch nach 25 Jahren wird hier keinem langweilig. Die Vielfalt und Fantasie der Aussteller wird laut Roher von Jahr zu Jahr kreativer. Etwa 6000 Produkte wurden dieses Jahr ausgestellt. „Die österreichische Direktvermarktung wächst beständig und das Messegelände platzt aus allen Nähten“; so Roher.

Prämierungen

Neben den sieben gewohnten Produktgruppen wurden nun erstmalig der „Paster-Kaiser“ und das „goldene Blunz’nkranzl“ prämiert. Diese Auszeichnungen sollen eine Vermarktungshilfe für die Produzenten sein und zu einer weiteren Qualitätsverbesserung Anreiz geben. Laut Roher wurden allein im ersten Jahr 70 neue Produkte für den „Pasta-Kaiser“ eingereicht. Die Einreichungen wurden in folgende Kategorien unterteilt:

  • Teigwaren aus Hartweizen (Gewinner: Radiatori, Gruber Martina, 8045 Stattegg)
  • Teigwaren aus anderen Mahlerzeugnissen (Gewinner: Emmer-Tagliatelle, Familie Gartner, 3392 Schönbühel
  • Teigwaren Spezialitäten (Gewinner: Spiralen bunt, Kistl Claudio, 6250 Kundl) 

„Prost ohne Promille“ hieß es bei Bernhard Huber aus der Wachau. Er schenkte seinen alkoholfreien Weißwein und Whisky zur Verkostung aus. Der Wein ohne Alkohol ist für verantwortungsvolle Autofahrer, Schwangere, aber auch für Figurbewusste geeignet. Immerhin hat die Alternative im Vergleich zum Original um 80% weniger Kalorien.

„Whiskey, aber auch Gin, Eis-Most sowie Cider sind momentan sehr beliebt.“ erklärt Jürgen Datzberger aus Amstetten. Auf seinem Stand „Seppelbauer's Obstparadies“ verkostet er mit den Besuchern die selbstgemachten Tropfen. Neben der Messe im März bleibt er mit seiner Kundschaft oft via Facebook und Instagram in Kontakt.

Online-Verkauf

„Immer mehr Direktvermarkter bleiben online mit dem Kunden in Kontakt. Häufig teilen sie ihren Alltag in den sozialen Medien und verkaufen im nächsten Schritt auch ihre Produkte im Netz“, erfasste Thomas Wagner, Geschäftsführer FALKEmedia GmbH. Durch seine Arbeit mit Direktvermarktern merkte er, dass bei den Landwirten oft von Gründung an auf ein professionelles Auftreten Wert gelegt wird. Ein gutüberlegtes Logo, der passende Slogan und eine eigene Homepage gehören für viele bereits bei der Gründung dazu. Bei einem online Verkauf empfiehlt der Profi einen Shop gemeinsam mit gleichgesinnten Landwirten zu starten. Logistik, Arbeits- und Zeitaufwand werden so für den einzelnen leichter zu tragen.

„Dass Landwirte ihre Produkte online verkaufen ist tatsächlich langsam im Kommen. Sehr stark geht momentan auch der Trend in Richtung Selbstbedienungsläden“ verrät uns Alexandra Bichler, LK NÖ, auf der Messe. Ihrer Einschätzung nach nehmen die Beratungsgespräche zum Verkauf von be- und verarbeitete Produkten zu. Um sich Zeit und Personal zu sparen, tendieren die Landwirte immer mehr zu den Selbstbedienungsläden. „Mit Automaten zur Selbstbedienung kann sich der Landwirt viel Zeitaufwand sparen und erreicht zudem auch mehr Kunden.“ erklärt Martin Heger, MAV Mühlviertler Automaten Verpflegung. Die Geräte sind 24 Stunden 7 Tage die Woche zugänglich und haben je nach dem eine Kühl- oder eine Gefrierfunktion.

Auch die Plattform der Hogast macht sich auf der Messe gut. Unter dem Motto „Wirt sucht Landwirt – Landwirt findet Wirt“ können sich Landwirte mit ihren Produkten auf der Plattform registrieren und von Wirten gefunden werden. Unkompliziert werden Bestellung und Abrechnung elektronisch über die Hogast abgehandelt. Dem Landwirt blieben keine Verpflichtungen. Vor allem bei kleineren Betrieben sei dies sehr beliebt. Sehr positiv würde das Konzept auch von den Touristen angenommen. Regionalität wird immer mehr als Lebensqualität verstanden. Das merkte man auch auf der Messe: Die Besucher zeigten nicht nur Interesse am Produkt, sondern auch an der Geschichte dahinter. Burgstaller

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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